
Rund ums Zweithaar.
Während meiner langjährigen Arbeit als Friseurmeister wurden mir viele Fragen zum Thema Haarausfall, Haarersatz, Zweithaar oder auch Fragen zu speziellen Haartechniken gestellt.
Durch unsere Mitgliedschaft im BVZ bietet unser kompetentes Team Ihnen individuelle Hilfe bei Haarverlust - auch nach einer Chemotherapie.
An dieser Stelle möchte ich Ihnen eine Auswahl der am häufigsten gestellte Fragen persönlich beantworten.
Fragen und Antworten
Dem Haarausfall können verschiedene Ursachen zu Grunde liegen. So kann Haarausfall erblich bedingt sein. Ob man selbst davon betroffen ist, lässt sich schnell herausfinden. Ein Blick ins familiäre Umfeld reicht dabei oft schon aus. Genauer gesagt sollten Sie hier einen Blick auf die Verwandten mütterlicher Linie werfen. Ist hier ein Fall von Haarausfall bekannt, könnten Sie unter dem so genannten „androgenethischen Haarausfall“ leiden. Ein weiterer Grund für den Verlust Ihrer Haare könnte eine Krankheit sein. So ist Haarausfall meist Folge von Chemotherapien. Durch meine Mitgliedschaft im Solidarpakt der Friseure für Krebspatienten (SPFfK) und im Bundesverband der Zweithaareinzelhändler (BVZ), bin ich stets auf dem Laufenden über die neuesten Entwicklungen und kann Ihnen kompetente Beratung garantieren.
Das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Eine einseitige Ernährung wirkt sich durchaus auf den Haarwuchs aus und kann zu Haarausfall führen. Ich habe aber auch viele Menschen kennen gelernt, bei denen nach einer erfolgreichen Chemotherapie, ca. ein bis zwei Jahre später, das Haar wieder gewachsen ist.
Ja, es gibt verschreibungspflichtige Mittel. Die Beratung darf nur ein Arzt durchführen.
Eine Menge. Zum einen kann man individuelle Haarteile oder schöne Perücken präparieren, die man weder sieht noch fühlt. Vom kleinsten Haarteil bis zu ganzen Perücken lässt sich alles nach Wunsch anfertigen.
Dann gibt es noch das Haarbonding. Hier bei handelt es sich um eine dauerhafte Befestigung der „neuen“ Haare, die zwischen drei bis sechs Wochen liegt. Danach muss das Haar abgenommen und gesäubert werden. Im Anschluss wird das Haar wieder so befestigt, dass zwischen Kopfhaut und Haar ein Vakuum entsteht. Toller Nebeneffekt ist, dass man das Haarbonding weder spürt und es auch im Alltag nicht stört.
Dann haben wir noch das Haarweaving. Dabei werden Haare an den eigenen Haaren nahe der Kopfhaut befestigt. Auch das Haarweaving muss alle 5 bis 10 Wochen wiederholt werden, da das natürliche Haar wächst und sich somit das „neue“ Haar lockert.
Es gibt verschiedene Methoden der Haarverdichtung. So kann bei der Verdichtung geklippst, geschweißt, geknotet oder geklebt werden.
Beim „Klippsen“ werden die neuen Haare mit den eigenen Haaren durch kleine Nieten befestigt. Diese sind so klein, dass man sie nicht sehen aber fühlen kann. Beim Schweißen werden die neuen Haare an die bestehenden Haare geschweißt. Dabei ist es egal, ob Kunsthaar oder Echthaar zum Einsatz kommt.
Das Knoten ist auch eine interessante Technik. Hier werden an einem Haar bis zu vier Haare mit einer bestimmten Knoten-Technik befestigt. Aus 1000 Haaren können bis zu 4000 entstehen.
Das hängt von der Menge der vorhandenen Haare ab. Wer mehr als 50% der Haare verloren hat, dem würde ich zu einer Perücke raten.
Auch das ist von Kopf zu Kopf anders. Es hängt vor allem von der Qualität der neuen Haare ab. Sie können auswählen: Soll es Kunsthaar sein, das Modacryl oder doch eher ein hochwertiges Cyberhair. Natürlich ist es auch möglich Echthaar oder unbehandeltes Schnitthaar zu benutzen. Generell lässt sich jedes Haar in jeder Farbe und jeder Länge herstellen. Jeder Frisurenwunsch kann auch erfüllt werden.
Das ist von Kasse zu Kasse unterschiedlich. Generell ist wohl jede Krankenkasse bereit ihre Versicherten zu unterstützen. Wie hoch die Leistung aber ausfällt ist sehr unterschiedlich.
Ja, die Krankenkasse hilft einem da immer.
Kann ich Sport treiben (z.B. Schwimmen)? Natürlich. Es gibt keine Hindernisse. Man kann Schwimmen, Tennis spielen, in die Sauna gehen – jede Art von Sport und Freizeitaktivitäten ist mit einem Zweithaar möglich. Es gibt keinen Unterschied zum Leben mit den eigenen Haaren.
Das Haarbonding kann ich quasi aus dem Stand realisieren. Sind allerdings Sonderanfertigungen, abhängig von speziellen Kopfformen und Haarfarben notwendig, kann es zwischen acht bis zwölf Wochen dauern.
Auch hier muss zwischen der Befestigungsart und der generellen Haltbarkeit der Haare unterschieden werden. Allgemein kann man das aber mit einem Auto vergleichen. Je nachdem wie ich es pflege, hält es auch dementsprechend.
Am besten geht das mit einem Shampoo und einer Haarkur, die ich gezielt für jeden Fall empfehlen kann. Klar ist aber, dass diese Haare gesondert gepflegt werden müssen. Da die Zweithaare nicht durch die Kopfhaut mit wichtigen Stoffen versorgt werden, muss die Versorgung von außen, also durch Sie, erfolgen.
Bei Personen, die zum Beispiel unter einer Schuppenflechte leiden, empfehle ich kein Haarbonding. Hier kann aber ein Haarteil zum Einsatz kommen, das täglich abgenommen werden kann.
Sie haben noch weitere Fragen, die ich hier noch nicht beantwortet habe? Sie leiden selber unter Haarausfall? Sie benötigen noch mehr Informationen zu dem Thema? – Dann schreiben Sie mir doch einfach eine E-Mail (auch anonym) an info@haarrausch.de . Ich werde umgehend Ihre Fragen beantworten. Gerne stehe ich Ihnen aber auch telefonisch beratend zur Verfügung.
Ihr Alfred Rausch
